Aldea IV - Auf Kelgars Spuren

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Finlass
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Aldea IV - Auf Kelgars Spuren

Post by Finlass » 16 May 2019, 09:19

Orga: Epulum e.V.
Location: Burg Husen, Dortmund
Datum: 03.05.19 - 05.05.19
Sicht der Dinge: SC-Seite

Location:

Was soll man sagen? Burg Husen mit all ihren Vor- und Nachteilen. Wir haben auf dem flachen Gelände vor der Burg gezeltet, was ich recht angenehm fand. Bisher hatte ich immer im Haus geschlafen, aber zelten geht auch gut.


Verpflegung:

Wir waren selbstverpflegt und durften die Küche sowie die Stromanschlüsse im Keller benutzen. Das war sehr praktisch, danke dafür. Danke auch für den zur Verfügung gestellten Wasserkocher, der war bei dem Wetter echt äußerst hilfreich. Toll ist, dass es nach jedem Aldea-Con ein gemeinsames Abschlussessen für alle gibt (dieses Mal das Frühstück).


Orga:

Auf dem Con waren sie eigentlich immer gut ansprechbar, im Vorfeld gab es wohl etwas Kommunikationsschwierigkeiten, die zwar nicht mich, aber meine Gruppenmitglieder betrafen. Das war möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass zwei der Hauptorga-Mitglieder kurz vor dem Con umziehen mussten.


NSCs:

Eine kleine, aber lustige Truppe. Das Gefangenenspiel beim Feind war sehr angenehm (also… OT war es das. IT natürlich nicht :D). Außerdem habe ich sehr gerne mit dem Geister-NSC Go gespielt und ich habe mich sehr über das viele Spiel mit Kelgar gefreut.


Spieler:

Einige Spieler kannte ich schon von den letzten Aldea-Cons und über das eine oder andere bekannte Gesicht habe ich mich besonders gefreut, auch wenn wir dann wenig zusammen gespielt haben. Angenehm, dass uns die Plothorter und Imba-Magier dieses Mal nicht beehrt haben.
Ich habe tatsächlich gar nicht sooo viel mit dem Großteil der anderen Spieler zusammen gespielt, daher erlaube ich mir kein abschließendes Urteil, aber im Großen und Ganzen fand ich es in Ordnung.


Plot:

Schon vor Jahren ist der Führer der Freiheitskämpfer des Freien Aldeas, Kelgar Beromos, verschwunden. Nun gab es Hinweise, dass er von den Anhängern Orrs in einer Burg mitten im besetzten Aldea gefangen gehalten wird. Was tun wir also? Richtig, wir marschieren dorthin und versuchen, ihn zu befreien. Nach einer taktisch schwierigen Burgstürmung am Freitag Abend gelang uns dies auch und fortan schien die meiste Energie darauf gerichtet zu sein, die Rituale auszuführen, die nötig waren um uns wieder nach Hause zu teleportieren, bevor die Orrischen Verstärkung bekamen. In der Zwischenzeit taten sich einige Probleme auf: Die Orrischen besaßen einen Trank, der sie fast un-tötbar machte (autsch!), eine orrische Priesterin hing in der Burg herum und beobachtete einen der vielen Geister beim Spielen und es gab einen Haufen Schriftstücke und Alchemika, die begutachtet werden konnten. Neben einer Tasche mit talontischen und lievischen Schriftstücken und Liebesbriefen (huch! Was hat mein ehemaliger Dienstherr denn da in Aldea vergessen?) waren unter den Schriftstücken diverse verschlüsselte Dokumente. An einem davon habe ich gearbeitet, ein anderes war so komplex und wir hatten so wenig Entschlüssler, dass wir es auf dem Con nicht lösen konnten. Damit haben wir wohl einen Teil des Plots verpasst, aber daran kann man nichts machen. :)
Meine Aufmerksamkeit wurde bald auf den Geist im Schloss gelenkt, der Go spielte – oder auch nicht. Auf dem Spielbrett verbarg sich ein taktisches Rätsel, das ein Schlachtfeld vor über hundert Jahren nachbildete. Als das Rätsel gelöst war, erzählte uns der Geist Interessantes zu einem gewissen, mega-mächtigen Dolch, der uns seit dem ersten Aldea-Con wohlbekannt war. Dumm nur, dass die orrische Priesterin alles mithörte und sich aus dem Staub machte, bevor sie jemand umbringen konnte.
Und dann mussten wir auch schon abreisen – sowas aber auch! Und so teleportierten wir uns mit Kelgar, dem Geist, vielen Schriftstücken und Alchemika zurück zum Ausgangspunkt unserer Reise.


Ausstattung:

Hat mir gut gefallen. Eine Wehranlage vor der Burg mit Geheimgang, eine gut ausgefüllte Schreibstube und viele Spiele. Kein Dungeon dieses Mal, was wohl der Tatsache geschuldet war, dass das Gelände Freitag erst spät zur Verfügung stand und schon Sonntag Mittag wieder geräumt werden musste. Für das Szenario war das aber auch völlig in Ordnung. Leonora hätte sich gewundert, wenn es überall in Aldea mysteriöse Höhlen gäbe. ;)


Fazit:

Mir hat es sehr gut gefallen. Ich durfte mich schon vor Plotbeginn im Kerker der Feinde vergnügen (ups) und hatte auch danach eigentlich immer Beschäftigung – auch wenn sie zwischendurch aus 19 Seiten verschlüsseltem Text bestand ;) Einziges Manko beim nachträglichen Nachdenken: Es war recht schwer, die Kampfstärke der NSC zu balancen. Für unsere große Truppe waren sie eigentlich etwas zu wenig Leute, aber der Unsterblichkeitstrank war wiederum extrem heftig. Durch den Mangel eines NSC-Eingangs in Burg Husen war zudem manchmal missverständlich, wann die NSC IT oder OT da waren. Die beiden Fakten haben für mich zu einigen Situationen geführt, in denen die Orrischen künstlich „nett“ wirkten, weil OT Rücksicht auf die SCs oder das Gelände genommen werden musste.
Was ich andererseits bei der Aldea-Orga noch einmal positiv hervorheben muss: Die Cons, bei denen ich bisher war, waren vom Szenario her keine „wir laufen durch den Wald und da finden wir was Seltsames“- oder „mysteriöse Ereignisse in einem friedlichen Dorf“-Cons. Das Szenario war eigentlich immer ziemlich sinnvoll gewählt: z.B. eine Ratsversammlung zur Landesgründung, die Erstürmung einer Burg… Dadurch fühlt es sich für mein Gefühl realistischer an.
Insgesamt war ich zufrieden und hoffe stark auf weitere Aldea-Cons. Und ich habe jetzt total Lust auf Go :D
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